Franziskanisches Bildungswerk Großkrotzenburg Kreuzburg FBW Tagesheimschule THS Franziskaner
 

Leitbild

Das Franziskanische Bildungswerk e.V. (FBW) ist eine Einrichtung der außerschulischen Jugend­- und Erwachsenenbildung und der Beratung. Institutionelle Träger sind die Franziskanerprovinz zur hl. Elisabeth, München, der Freundeskreis e.V., Großkrotzenburg, die Missionszentrale der Franziskaner/Bonn und die gemeinnützige Kreuzburg gGmbH.

Das Evangelium, die franziskanische Spiritualität und die katholische Soziallehre prägen das Selbstverständnis unser Bildungs­- und Beratungsarbeit.

Die franziskanische Spiritualität orientiert sich an der Person des Hl. Franziskus. Sein Leben war geprägt von der Suche nach seiner Beziehung zu Gott und der intensiven Auseinandersetzung mit dem Evangelium.

Jesu Botschaft „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh. 10,10), der Glaube von Gott angenommen und „zur Freiheit berufen“ (Gal 5,13) zu sein und der Auftrag „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.“ (Mt 19, 19; Mk 13,21) bilden die Wurzeln unserer Bildungs­- und Beratungsarbeit.

Die franziskanische Spiritualität verpflichtet und befähigt uns in unserer Arbeit:

  • den Anderen als Geschöpf Gottes in seiner personalen Würde und seiner Freiheit anzuerkennen
  • zur Förderung und Entwicklung von Empathie und Solidarität und der Bereitschaft das Leid des Anderen zu sehen und sich von ihm berühren zu lassen
  • zu einer christlich motivierten Friedens-­ und Konfliktregelung, auf allen Ebenen menschlichen Zusammenlebens
  • zu einem verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung und dem nachhaltigen Umgang mit allen uns zur Verfügung gestellten Ressourcen
  • zu einer Glaubensvermittlung, in der das „Wortzeugnis“ eindeutig an das „Tatzeugnis“ gebunden ist

Aus der katholischen Soziallehre sind Personalität, Solidarität, Subsidarität für uns Fundamente für das menschliche Zusammenleben in der einen Welt.

Die Begegnung mit Menschen in unserer Bildungs­ und Beratungsarbeit ist aufgrund der Wurzeln von folgenden Haltungen geprägt:

  • Unsere Arbeit ist Dienst am Menschen und an menschlichen Lebensgemeinschaften. Dabei hat Hilfe in aktuellen Notlagen Vorrang vor anderen Aufgaben.
  • Unsere Arbeit ist zu sehen als „personales Angebot“: engagierte, fachlich qualifiziert, von Empathie gegenüber den TeilnehmerInnen und Ratsuchenden geprägt und einzelnen Menschen und Gruppen als Wegbegleiter zur Verfügung stehend.
  • Unsere Arbeit geschieht aus der Haltung des Vertrauens:
  • Vertrauen in das Wirken Gottes Geistes im Leben eines jeden Menschen
  • Vertrauen, dass jeder Mensch Fähigkeiten und Begabungen hat, die er für sich und andere einsetzen kann.

Unsere Bildungsarbeit zeichnet sich aus durch:

  • Partizipation der Teilnehmenden an der Gestaltung der Seminarprozesse
  • Prozessorientiertes Arbeiten bei Seminaren
  • Beachtung des Prinzips der Freiwilligkeit zur Teilnahme an unseren Seminare
  • Das Sichtbarmachen von Kontroversen in Wissenschaft und Politik, um damit die einseitige Indoktrination zu vermeiden.

Unsere Beratungsarbeit zeichnet sich aus durch:

  • eine Haltung der Wertschätzung und Würdigung gegenüber den Ratsuchenden
  • ein konsequent lösungsorientiertes Denken
  • die Einbeziehung des jeweiligen sozialen Bezugsrahmens, des Kontextes

Unsere Bildungsarbeit geht grundsätzlich von den Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus und dient der Gestaltung eines sinnvollen Lebens.

Im Kontext der jeweiligen Seminarthemen wird sachspezifisches Wissen adäquat vermittelt. Durch den erfahrungsbezogenen Ansatz in unserer Bildungsarbeit und die Reflexion der eigenen Lebenspraxis bieten wir einen Rahmen zur ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung­ und Entwicklung. Die Stärkung der eigenen Person (Ich­Stärke) und der sozialen Kompetenzen nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Gruppenbezogene Seminare verfolgen darüber hinaus das Ziel, die Gruppenentwicklung zu fördern und das Wir – Gefühl zu stärken.

Die Befähigung zum Handeln ist Kern unserer Seminare. Dabei wollen wir fördern, dass Menschen in ihren Lebensvollzügen Verantwortung übernehmen und die Bereitschaft entwickeln, Fragen und Konflikte anzugehen und kreativ zu lösen. Die Entwicklung von Zivilcourage, der Partizipation am Gemeinwesen und damit die Stärkung demokratischer Verhaltensweisen sind Ziele unserer Seminare.

Wir helfen bei der Klärung und Erarbeitung von Verbesserung in Fragen des Zusammenlebens in Familie, Schulklasse, Beziehungen sowie des individuellen Lebens. Durch Fragen und Anregungen helfen wir die Situation zu verstehen, neu zu beschreiben und zu bewerten. Dabei unterstützen wir Ratsuchende dahingehend, Eigeninteressen und Gemeinschaftsfähigkeit, Selbstverantwortung und Verantwortung für andere in guter Weise miteinander zu verbinden.

Gemeinsam überlegen wir mit den Ratsuchenden, was verändert werden soll und wie die Ziele erreicht werden können. Dies geschieht mit unterschiedlichen beraterischen Methoden, mal mehr zurückhaltend reflektierend, mal mehr aktiv unterstützend, mal eher begleitend und mal eher federführend.

Wir setzen an den Stärken der Ratsuchenden an und unterstützen, dass sie selbst etwas zur Verbesserung ihrer Situation tun können.

Träger des Franziskanischen Bildungswerk e.V. und die MitarbeiterInnen des Franziskanischen Bildungswerk e.V. bilden eine Gemeinschaft, mit dem Ziel, die übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Um diese Aufgaben fachkompetent, wie auch mit Engagement erfüllen zu können, legen wir Wert auf gegenseitige Wertschätzung, Anerkennung und Vertrauen.

Gegenseitiges Vertrauen und dem anderen etwas zu zutrauen schafft die Vorraussetzung um individuelle Fähigkeiten zu entfalten. Durch einen offenen Umgang miteinander, kann auch in konflikthaften Situationen effektiv gearbeitet werden. Dies wird durch klare Aufgabenstrukturen und ein regelmäßiges Besprechungswesen gefördert.

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